Masern

Bei Masern handelt es sich um eine Viruserkrankung, die hoch ansteckend ist. Die Erkrankung hinterlässt lebenslange Immunität, führt aber häufig zu schweren Komplikationen: Es besteht die Gefahr von Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen, Vereiterungen der Nebenhöhlen und Entzündungen der Augen. Besonders gefürchtet ist die Masern-Enzephalitis (Hirnentzündung), gegen die es nach wie vor kein wirksames Medikament gibt. Mögliche Folgen sind Persönlichkeitsveränderungen, Lernschwierigkeiten bis hin zu bleibenden geistigen Behinderungen.

Gut zu wissen:

Masern sind entgegen einer weit verbreiteten Meinung keine harmlose Kinderkrankheit! 2010 starben weltweit rund 139.000 Menschen an Masern. Vor allem Kinder in wirtschaftlich benachteiligten Ländern (Afrika) sind betroffen. Eine Masernschutzimpfung hätte diese Kinder am Leben erhalten können. In Deutschland kam es 2006 zu der größten Masernepidemie seit Einführung der Meldepflicht 2001 mit rund 2.300 gemeldeten Fällen.

Experten schätzen, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt und die Zahl der Krankheitsfälle höher liegt als die der Meldungen. Masern gehören zu den meldepflichtigen Erkrankungen.


Symptome
  • Fleckenförmiger, roter Hautausschlag im Gesicht und hinter den Ohren, der sich nach und nach über den ganzen Körper verteilt.
  • Begleitet von erkältungsähnlichen Symptomen: hohes Fieber, Schnupfen, trockener Husten.
  • Rote geschwollene Augen.
  • Zwei bis drei Tage später auf der Mundschleimhaut gegenüber den Backenzähnen weiße Flecken, die wie Kalkspritzer aussehen. Diese "Koplikschen Flecken" ermöglichen eine Abgrenzung gegenüber den Röteln, die sonst ganz ähnlich verlaufen können.
Inkubationszeit 8 - 14 Tage
Ansteckungsgefahr Hoch: Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Ansteckungsgefahr beginnt bereits 5 Tage vor dem Auftreten des Hautausschlags und hält bis 4 Tage nach dem Auftauchen der Flecken an.
Therapie Ist Ihr Kind an Masern erkrankt, sollte der Krankheitsverlauf auf jeden Fall unter der Aufsicht eines Arztes behandelt werden. Bei komplikationslosem Verlauf wird der Arzt höchstens Fieber- und Hustenmittel verschreiben, erst wenn eine bakterielle Erkrankung hinzukommt, auch Antibiotika.
  • Das bei Masern auftretende Fieber ist wichtig für den Krankheitsverlauf und hilft dem Körper die Krankheit zu bekämpfen. Daher: Unterdrücken Sie das Fieber nicht sondern gleichen Sie mit reichlich Flüssigkeit aus.
  • Bettruhe in dunklen Räumen ist ein weiterer Punkt für eine erfolgreiche Genesung. Die Augen des Kindes sind während dieser Zeit sehr lichtempfindlich und sollten nicht überbeansprucht werden. Deshalb: Kein Fernsehen und kein Computer!
  • Die Krankheit muss richtig ausbrechen um überwunden zu werden, muss sozusagen von innen nach außen treten. Deshalb muss gegebenenfalls der Ausschlag durch Abreibung mit Salzwasser oder einem rauen Handtuch unterstützt werden.
  • Nach etwa sieben bis zehn Tagen verbessert sich der Gesundheitszustand Ihres Kindes merklich.
Vorbeugende Maßnahmen Schutzimpfung
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Notfälle sind
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wenn Sie
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Empfehlungen
für
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Impfungen.
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Die Initiative für Geschwister
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behinderter Kinder.
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Meldung von Nebenwirkungen

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