Geeignete Darreichungsformen für Kinder

Von Säften, Zäpfchen und Co

Damit aus dem Wirkstoff ein Fertigarzneimittel wird, muss dieser in "Form" gebracht werden. Darreichungsformen können flüssig wie Säfte und Tropfen, halbfest wie Salben und Zäpfchen oder fest wie Tabletten und Pulver sein. Außerdem gibt es die sogenannten therapeutischen Systeme, bei denen das Medikament so geformt ist, dass der Arzneistoff dem Körper in gleichbleibender Geschwindigkeit zur Verfügung gestellt wird.

Die Darreichungsform hat einen entscheidenden Einfluss darauf, inwieweit ein Kind von einem Arzneimittel profitiert. So schlucken kleine Kinder beispielsweise ungern Tabletten. Säfte kommen den Bedürfnissen der sehr jungen Patienten da schon mehr entgegen. Eine Arzneimitteltherapie verläuft aber sehr viel einfacher und erfolgreicher, wenn der Patient sie durch sein Verhalten unterstützt. "Compliance" (Therapietreue) lautet der Fachbegriff für diese notwendige Mitarbeit. Neben der Darreichungsform wird die Compliance bei Kindern auch von Aussehen und Geschmack des Arzneimittels beeinflusst.

Noch immer liegen längst nicht alle Arzneistoffe auch in kindgerechten Darreichungsformen vor. Eine direkte Folge dieses Dilemmas ist, dass Kindern sehr oft Rezepturen verschrieben werden. Dabei handelt es sich um Medikamente, die in der Apotheke nach Vorschrift des Arztes individuell für den Patienten hergestellt werden und die anders als industriell gefertigte Arzneimittel kein behördliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Darüber hinaus gibt es für Kinder mit schweren chronischen Krankheiten weniger Medikamente mit verzögerter Wirkstofffreigabe als für Erwachsene. In solchen Fällen müssen gerade die Kleinsten über den Tag verteilt oft mehrere Einzeldosen zu sich nehmen – eine zusätzliche Belastung, die sich häufig auf die Therapietreue auswirkt.

In Zukunft sollte die Entwicklung und Erforschung von kindgerechten Darreichungsformen intensiviert werden. Denn es muss bedenklich stimmen, wenn das Alter mitbestimmt, inwieweit ein Patient vom medizinischen Fortschritt profitiert!

Fazit: Die Darreichungsform eines Medikaments beeinflusst die kindliche Compliance und damit den Therapieerfolg stark. Bei der Entwicklung von speziellen Darreichungsformen für Kinder besteht ein Nachholbedarf.

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